Fahrstuhl
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Fahrstuhl: Bedeutung, Arten & der passende Aufzug für Ihr Gebäude
Ein Fahrstuhl ist eine fest eingebaute Anlage, die Personen oder Lasten in einer Kabine zwischen zwei oder mehr Etagen befördert. Fahrstuhl, Aufzug und Lift meinen im Alltag dasselbe. „Aufzug“ ist der Fachbegriff, den Normen und Gesetze verwenden, „Fahrstuhl“ das vertraute Wort aus der Umgangssprache.
Lift Reith plant und installiert Fahrstühle aller Art: Personenaufzüge mit Seil- oder Hydraulikantrieb, Homelifte für das Einfamilienhaus und Rollstuhllifte. Auf dieser Seite erfahren Sie, woher der Begriff stammt, welche Fahrstuhlarten es gibt, wie ein Fahrstuhl funktioniert und was Sie beachten sollten, wenn Sie einen Fahrstuhl im eigenen Haus nachrüsten möchten.
Kurz erklärt:
- Fahrstuhl = Aufzug = Lift: drei Wörter für dieselbe Technik
- Fachbegriff: Aufzug bzw. Aufzugsanlage
- Häufigste Bauarten: Seilaufzug und Hydraulikaufzug, im Wohnhaus zunehmend der Homelift
- Erfunden: Lastenaufzüge gab es schon in der Antike. Der sichere Personenaufzug entstand Mitte des 19. Jahrhunderts mit der Fangvorrichtung von Elisha Graves Otis, den ersten elektrischen Aufzug stellte Werner von Siemens 1880 in Mannheim vor.
- Auf Englisch: elevator (USA) oder lift (Großbritannien)
Fahrstuhl, Aufzug oder Lift: Was ist richtig?
Alle drei Begriffe sind richtig und bezeichnen im Kern dieselbe Sache. Sie unterscheiden sich nur darin, wer sie wo verwendet.
| Begriff | Verwendung | Typisches Beispiel |
|---|---|---|
| Aufzug | Fachsprache, Normen, Gesetze, Verträge | „Die Aufzugsanlage wird nach EN 81-20 errichtet.“ |
| Fahrstuhl | Umgangssprache, im Alltag weit verbreitet | „Wir nehmen den Fahrstuhl in den dritten Stock.“ |
| Lift | aus dem Englischen, in Österreich und der Schweiz geläufig, in Deutschland oft für Sonderformen | Treppenlift, Homelift, Rollstuhllift |
In Deutschland ist „Fahrstuhl“ also kein falsches Wort, nur ein weniger technisches. Wer eine Anlage plant, ausschreibt oder prüfen lässt, spricht von einem Aufzug. Wer im Alltag nach oben fahren möchte, sagt meist Fahrstuhl. Und wenn es um kompakte Lösungen für Zuhause geht, ist häufig von einem Lift die Rede, etwa vom Homelift oder Treppenlift.
Warum heißt der Fahrstuhl Fahrstuhl?
Das Wort setzt sich aus „fahren“ und „Stuhl“ zusammen. Das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache (DWDS) führt zwei Bedeutungen: den Aufzug für Personen und, als ältere Bedeutung, einen fahrbaren Stuhl für Kranke und Gehbehinderte, also eine Art Rollstuhl. Auch das Wort „Fahrsessel“ war früher gebräuchlich.
Für die Übertragung auf den Aufzug gibt es zwei verbreitete Erklärungen. Die erste verweist auf frühe Hebevorrichtungen an Fürstenhöfen des 17. und 18. Jahrhunderts, bei denen tatsächlich ein Sitz über Seile und Winden zwischen den Etagen bewegt wurde. Die zweite verweist auf die Zeit, als Aufzugführer die Kabinen bedienten und dort oft einen Stuhl oder Hocker hatten. Beide Erklärungen sind plausibel, eindeutig belegt ist keine von beiden. Sicher ist: Mit dem elektrischen Aufzug setzte sich der Begriff in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts im Alltag durch.
Kurze Geschichte des Fahrstuhls
- Antike bis Mittelalter: Seilwinden und Lastenaufzüge, angetrieben von Menschen, Tieren oder Wasserkraft, etwa in Bergwerken und auf Baustellen.
- Mitte des 19. Jahrhunderts: Elisha Graves Otis führt in New York eine Fangvorrichtung vor, die die Kabine bei einem Seilriss stoppt. Damit wird die Personenbeförderung sicher.
- 1880: Werner von Siemens stellt in Mannheim den ersten elektrischen Aufzug vor.
- 20. Jahrhundert: Automatische Steuerungen ersetzen nach und nach die Aufzugführer, der Fahrstuhl wird zum Standard in Wohn- und Geschäftshäusern.
- Heute: Getriebelose Antriebe ohne Maschinenraum, Homelifte für das Einfamilienhaus und vernetzte Anlagen mit Fernüberwachung.
Welche Fahrstuhlarten gibt es?
Fahrstühle unterscheiden sich vor allem nach Antrieb, Einsatzort und Nutzern. Diese Arten bietet Lift Reith an:
| Fahrstuhlart | Typischer Einsatz | Bei Lift Reith |
|---|---|---|
| Seilaufzug | Mehrfamilienhaus, Büro, öffentliche Gebäude, viele Fahrten | Aufzug SEIL: bis 30 m, 1,0 m/s, 4 bis 13 Personen |
| Hydraulikaufzug | Gebäude mit wenigen Etagen, mäßige Nutzung | Aufzug HYDRAULISCH: 0,63 m/s |
| Panorama- & Glasaufzug | Foyer, Innenhof, Fassade, repräsentative Gebäude | Aufzug SEIL mit Glasschacht, runder Homelift Giotto |
| Homelift | Einfamilienhaus, Altbau, Stadtvilla | 6 Homelift-Modelle: bis 18 m, 0,15 m/s |
| Vakuumlift | Wohnhaus mit wenig Platz, ohne Grube | Air Pressure: ab 750 mm Durchmesser |
| Hublift & Plattformlift | Rollstuhl am Eingang, an Treppe oder Terrasse | Rollstuhllifte, z. B. GTL 20/30, UnaPorte |
| Treppenlift | Sitzlift an der vorhandenen Treppe, streng genommen kein Aufzug | Superglide & Euro |
Wie funktioniert ein Fahrstuhl?
Die meisten Fahrstühle arbeiten nach einem von zwei Prinzipien:
Seilaufzug: Die Kabine hängt an Stahlseilen, die über eine angetriebene Treibscheibe laufen. Auf der anderen Seite hängt ein Gegengewicht, das die Kabine ausbalanciert. Der Motor muss deshalb nur die Differenz bewegen, was Seilaufzüge schnell und sparsam macht.
Hydraulikaufzug: Eine Pumpe drückt Öl in einen Zylinder, der die Kabine anhebt. Abwärts fährt sie durch ihr Eigengewicht, während das Öl kontrolliert zurückfließt.
Homelifte nutzen ebenfalls Hydraulik, Seil oder Kette, fahren aber langsamer mit höchstens 0,15 m/s. Ein Vakuumlift bewegt die Kabine mit Luftdruck.
Was einen Fahrstuhl sicher macht
- Fangvorrichtung & Geschwindigkeitsbegrenzer: Fährt die Kabine zu schnell, greift eine Bremse an den Führungsschienen.
- Mehrere Tragseile: Jedes Seil allein ist stärker als nötig, ein Absturz durch Seilriss ist praktisch ausgeschlossen.
- Türüberwachung: Der Fahrstuhl fährt nur bei geschlossenen und verriegelten Türen.
- Notruf: Ein Zwei-Wege-Notrufsystem nach EN 81-28 verbindet die Kabine rund um die Uhr mit einer ständig besetzten Stelle.
Fahrstuhl im eigenen Haus: einbauen und nachrüsten
Ein Fahrstuhl im Einfamilienhaus ist heute deutlich einfacher umzusetzen als noch vor einigen Jahren. Für Wohnhäuser hat sich der Homelift durchgesetzt: ein kompakter Fahrstuhl, der keinen gemauerten Schacht und keinen Maschinenraum braucht, meist mit einer flachen Grube auskommt und bei vielen Modellen am normalen 230-V-Hausstrom läuft.
- Im Haus: im Treppenauge, in einer Raumecke oder frei im Raum, häufig in einem Stahl-Glas-Schacht
- Außen am Haus: als Fassadenlift, wenn innen kein Platz ist oder der Wohnraum unverändert bleiben soll
- Mit Rollstuhl: Die DIN 18040 sieht für barrierefreie Aufzüge eine Kabine von mindestens 1,10 x 1,40 m vor
- Ohne Grube: Der Vakuumlift Air Pressure kommt ganz ohne Grube aus
Für Mehrfamilienhäuser, Praxen und Bürogebäude mit vielen Fahrten ist ein Personenaufzug wie der Seilaufzug die passende Wahl. Er lässt sich auch im Bestand nachrüsten, etwa im Treppenauge oder als Glasaufzug an der Fassade. In Eigentümergemeinschaften kann jeder Eigentümer nach § 20 Absatz 2 WEG verlangen, dass ihm bauliche Veränderungen für die Nutzung durch Menschen mit Behinderungen gestattet werden.
Ab wann ist ein Fahrstuhl Pflicht?
Die Pflicht ergibt sich aus den Landesbauordnungen. Nach der Musterbauordnung, an der sich die Länder orientieren, müssen Gebäude mit einer Höhe von mehr als 13 m Aufzüge in ausreichender Zahl haben. Für öffentlich zugängliche Gebäude und barrierefreie Wohnungen gelten zusätzliche Anforderungen. Im Einfamilienhaus besteht keine Pflicht, ein Fahrstuhl ist hier eine freiwillige Investition in Komfort und Zukunft.
Was kostet ein Fahrstuhl?
Eine pauschale Antwort gibt es nicht, weil Fahrstühle sehr unterschiedlich ausfallen. Ein Homelift für eine Etage ist anders kalkuliert als ein Personenaufzug über sechs Geschosse. Diese Faktoren bestimmen den Preis:
- Art des Fahrstuhls: Homelift, Seil- oder Hydraulikaufzug, Rollstuhllift
- Förderhöhe & Haltestellen: jede Etage mit Tür, Schacht und Montagezeit
- Kabinengröße & Tragkraft: von der Einpersonenkabine bis zur rollstuhlgerechten Kabine
- Schacht & Bauarbeiten: vorhandener Schacht, Stahl-Glas-Schacht, Deckenöffnungen, Grube, Fundament
- Innen oder außen: Außenanlagen brauchen witterungsbeständige Materialien
- Ausstattung: Glas, Holz, Edelstahl, Automatiktüren, Sprach- oder Funksteuerung
- Laufende Kosten: Wartung, Notrufaufschaltung, bei Personenaufzügen ZÜS-Prüfungen und Strom
Lift Reith erstellt Ihnen nach einem Termin vor Ort ein Angebot, das auf Ihr Gebäude zugeschnitten ist. Bei anerkanntem Pflegegrad zahlt die Pflegekasse nach § 40 Absatz 4 SGB XI bis zu 4.180 Euro je Person für den Fahrstuhl im eigenen Haus, dazu kommen je nach Situation KfW-Kredite und regionale Programme. Mehr dazu auf unserer Seite Finanzierung.
Prüfung und Wartung
Personenaufzüge mit mehr als 0,15 m/s unterliegen der Aufzugsrichtlinie 2014/33/EU und im Betrieb der Betriebssicherheitsverordnung. Eine zugelassene Überwachungsstelle prüft sie vor der Inbetriebnahme, danach alle zwei Jahre in einer Hauptprüfung und dazwischen in einer Zwischenprüfung. Homelifte werden nach der Maschinenrichtlinie gebaut. Welche Prüfpflichten für sie gelten, hängt von Nutzung und Förderhöhe ab. Für jeden Fahrstuhl gilt: Eine regelmäßige Wartung hält ihn sicher und verlängert seine Lebensdauer. Lift Reith übernimmt die Wartung mit eigenen Servicetechnikern und kümmert sich bei älteren Anlagen auch um die Modernisierung.
Ihr Fahrstuhl von Lift Reith
Für jedes Gebäude die passende Lösung: Vom Treppenlift über Rollstuhl- und Homelifte bis zum Personenaufzug mit Seil- oder Hydraulikantrieb haben wir alle gängigen Fahrstuhlarten im Programm. So empfehlen wir, was technisch und wirtschaftlich zu Ihrem Haus passt.
Alles aus einer Hand: Beratung vor Ort, Planung, Montage durch eigene Monteure, Wartung und Modernisierung kommen von einem Ansprechpartner.
Gestaltung nach Wunsch: Glas, Holz, Edelstahl oder Marmor: Kabine und Schacht passen wir an Ihre Architektur an. Anregungen finden Sie unter Aufzug-Design.
FAQ zum Thema Fahrstuhl
Was ist ein Fahrstuhl?
Ist ein Fahrstuhl dasselbe wie ein Aufzug?
Warum heißt der Fahrstuhl Fahrstuhl?
Wer hat den Fahrstuhl erfunden?
Was kostet ein Fahrstuhl im Haus?
Kann man einen Fahrstuhl nachträglich einbauen?
Ab wann ist ein Fahrstuhl Pflicht?
Was heißt Fahrstuhl auf Englisch?
Nutzen Sie den Praxisnutzen eines Fahrstuhls auch in Ihrem Gebäude
Ob Sie Fahrstuhl, Aufzug oder Lift sagen: Gemeint ist dieselbe Technik, die Menschen sicher und bequem zwischen den Etagen befördert. Für das Einfamilienhaus ist der Homelift die einfachste Lösung, für Mehrfamilienhäuser und Gewerbe der Seil- oder Hydraulikaufzug, für kurze Höhen und den Rollstuhl der Hub- oder Plattformlift.
Wenn Sie prüfen möchten, welche Fahrstuhl-Lösung zu Ihrem Gebäude passt, beraten wir Sie gerne persönlich.
Kontaktieren Sie uns unter 06681 96740-0 oder per E-Mail unter info@lift-reith.de, um mehr zu erfahren oder einen Beratungstermin zu vereinbaren.

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